25 Jahre Meiner Marktbrunnen

18. Mai 2001 – 18. Mai 2026

Das Aufstellen des Maibaums ist ein altes Brauchtum in der Nacht zum oder am 1. Mai, das für Frühling, Fruchtbarkeit und die Dorfgemeinschaft steht. Die Tradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. 

Der Tag des Maibaum-Aufstellens in Meine ist stets der 30. April.

In diesem Jahr wurde die Veranstaltung um ein weiteres Ereignis bereichert: 

Am 18. Mai 2001 wurde der Meiner Marktbrunnen eingeweiht.

Folglich war sein 25jähriges Jubiläum am 18. Mai 2026. 

Kurzerhand wurden beide Veranstaltungen zusammengelegt.

Wir vom hiesigen Geschichts- und Heimatverein waren für den Marktbrunnen zuständig. In einem Zelt hatten wir neben Bilder-Stellwänden einige Exponate ausgestellt, die mit der ehem. Zuckerfabrik zusammenhängen und an den Rübenanbau erinnern.

Ein Blick zurück:

 So ab 1998 standen seinerzeit für den Bau eines Brunnens mehrere interessante Modelle zur Auswahl. Über die Entscheidung, welche Ausführung in Frage kam, finden sich in den alten Unterlagen unter anderem folgende Zeilen:

Einige Senioren aus Meine fuhren zu dem Künstler Georg Arfmann, der sich an der Ausschreibung beteiligt hatte, nach Königslutter

„Wir hatten alte Werkzeuge eingeladen und eine Zuckerrübe vom Feld geklaut!“ so ein Mitfahrer. Denn Georg Arfmann sollte sich die Situation auf dem Feld genau vorstellen können. Und da das möglichst originalgetreu sein sollte, demonstrierten die Meiner Männer das Rübenroden in seiner Werkstatt.

Inspiriert von dieser Aktion schuf der Künstler ein kleines Gipsmodell. 

Es zeigte zwei Bäuerinnen und einen Bauern mit einem Kind, die Rüben roden.

In der nachfolgenden Zeit gab es ein Für und Wider, ehe man sich für das Arfmann-Modell entschied, das seit dem 18. Mai 2001 auf dem Marktplatz steht – auch zur Freude der jüngeren Generation, die darauf ihre Kletterkünste ausübt…

Der Winter hat uns fest im Griff

Der Winter zeigt sich in diesen Tagen von seiner entschlossenen Seite. Schnee, Frost und klare Luft prägen das Bild unseres Dorfes und der umliegenden Landschaft. Es ist ein Winter, der nicht nur kurz vorbeischaut, sondern Spuren hinterlässt.

Ein Blick in die Sammlung des Geschichts- und Heimatvereins zeigt: Solche Winter sind hier nichts Neues. Die historischen Aufnahmen erzählen von einer Zeit, in der Schnee zum Alltag gehörte – und das Leben sich danach richtete. Pferdeschlitten ersetzten Fahrzeuge, Wege wurden mühsam passierbar, und trotzdem gehörte der Winter ganz selbstverständlich zum Dorfleben.

Neben diesen Eindrücken aus früheren Jahrzehnten stehen aktuelle Aufnahmen: verschneite Gärten, stille Wege, Felder und Plätze, die heute wie damals unter einer weißen Decke zur Ruhe kommen. Der Winter verbindet Vergangenheit und Gegenwart – oft leiser, als man denkt.

Besonders die kleinen Szenen bleiben im Gedächtnis: Kinder mit einem Schneemann, Figuren auf dem Dorfplatz, Spuren im frischen Schnee. Sie zeigen, dass der Winter immer mehr war als nur Kälte und Einschränkung. Er schuf Gemeinschaft, verlangsamte den Alltag und gab dem Dorf ein eigenes Gesicht.

Die Bilder laden dazu ein, genauer hinzuschauen. Vielleicht entdecken Sie Bekanntes. Vielleicht erinnern sie an eigene Wintererlebnisse. Sicher aber zeigen sie: Der Winter war – und ist – ein fester Teil unserer Heimat.